Badgers Hollow

„Es wäre wirklich erstaunlich“, antwortete der Dachs bescheiden, „wenn ich es gebaut hätte… Also, es war einmal vor langer Zeit eine Stadt, eine Stadt der Menschen, und die stand genau dort, wo der Wilde Wald jetzt wächst, lange bevor er sich ausgesät hatte und zu dem heranwuchs, was er heute ist… Sie waren ein mächtiges und reiches Volk und sie hatten große Baumeister. Sie bauten für die Dauer, denn sie glaubten, ihre Stadt würde ewig stehen.“ – „Aber was ist aus ihnen geworden?“, fragte der Maulwurf. „Wer weiß?“, antwortete der Dachs. „Menschen kommen – sie bleiben eine Weile. Sie bauen – und sie vergehen. Das ist ihre Lebensart. Wir aber bleiben. Ich habe gehört, es hätte hier schon Dachse gegeben, als diese Stadt noch nicht einmal gegründet war. Und jetzt gibt es hier wieder Dachse… Als sie verschwanden“, fuhr der Dachs fort, „übernahmen die starken Winde und die schweren Regenfälle die Arbeit, geduldig und Jahr für Jahr… Es kam alles herunter, ganz allmählich herunter, zerfiel zu Ruinen, wurde eingeebnet und verschwand… Im Lauf der Zeit wurde uns wieder ein Heim bereitet und wir zogen ein.“

Kenneth Grahame, „Der Wind in den Weiden“; gekürzte Textfassung nach der Übersetzung von S. Schönfeldt

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